Anzugwesten für Männer in den Größen 2XL bis 7XL, von der glatten Weste aus Anzugstoff über Tweed bis zum weichen Jersey. Eine Weste besteht aus zwei verschiedenen Stoffen, einem auf der Vorderseite und einem anderen im Rücken, und diese Bauweise erklärt sowohl den Sitz als auch die vorsichtige Pflegeanleitung auf dem Etikett.
Die Vorderseite trägt Stoff und Muster des Teils: Tweed in Salz und Pfeffer oder im Fischgrat, karierter Wollmix, glatter Anzugstoff oder weicher Jersey. Der Rücken ist aus etwas ganz anderem genäht, oft aus glattem Futtergewebe oder aus einem gestrickten, gerippten Teil, das nachgibt, wenn du dich nach vorne streckst. Deshalb lässt sich eine Weste einen ganzen Tag tragen, ohne über dem Rücken zu spannen, und deshalb muss die Wäsche schonend sein: zwei verschiedene Materialien in einem Teil schrumpfen unterschiedlich stark.
In der Taille sitzt hinten in der Regel ein Riemen mit Schnalle. Der ist keine Zierde. Ziehst du ihn an, folgt die Weste dem Körper, statt gerade herunterzuhängen, und nach dem Essen löst du ihn wieder. Vorne wird die Weste einreihig geknöpft, bei einem klassischen Modell mit fünf Knöpfen, und der untere Rand läuft in eine Spitze aus, statt gerade zu enden, damit er das Hemd deckt, ohne im Sitzen an den Hosenbund zu stoßen. Die Taschen sind oft paspeliert, also nur ein schmaler Schlitz mit Einfassung statt einer aufgesetzten Tasche, damit ein Teil, das unter dem Sakko liegen soll, kein Volumen aufbaut.
Benutzt wird die Weste auf zwei Arten. Zum Anzug ist sie die mittlere Schicht, und der Sinn ist dann, dass das Sakko ausgezogen werden kann, ohne dass du im bloßen Hemd dastehst. Allein über dem Hemd getragen hält sie den Oberkörper zusammen, und dann zeigt sich ihr eigener Stoff, was die Tweedvarianten überhaupt erst erklärt. Die Größen laufen von 2XL bis 7XL. Weil eine Weste keine Ärmel hat und vorne geknöpft wird, entscheiden bei den meisten Männern das Brust- und das Taillenmaß, und um den Rest kümmert sich der Riemen im Rücken.